Thermodynamik

Grundsätzlich können unsere Walzen auf unterschiedliche Weise temperiert werden und es gibt verschiedenste Anschluß- und Durchströmungsmöglichkeiten.

Hierbei ist zunächst das Temperiermedium zu beachten: Neben der zumeist verwendeten Heizung oder Kühlung mit Wasser können unsere Walzen auch für Thermalöl oder Wasserdampf ausgelegt werden. Zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Wärmeträger beraten wir Sie gerne.

In Bezug auf den Dichtkopfanschluss (Rotary) sind wir ebenfalls an keine Vorgaben gebunden: Egal ob Sie Ein- oder Zweiwege-Dichtköpfe verwenden bzw. Gewinde- oder K-Flansch-Anschluß bevorzugen, ob B.S.P.-Gewinde oder NPT-Gewinde zum Einsatz kommen soll: Auch hier passen wir unsere Walze an Ihre Vorgaben an oder suchen gemeinsam nach der bestgeeigneten Möglichkeit.

Ein besonderer Fokus sollte auf die thermodynamische Ausführung der Walze in Ihrer Eigenschaft als Wärmetauscher gelegt werden. Neben dem mechanischen Design, welches im Wesentlichen die Festigkeit der Walze bestimmt, sollte auch die konstruktive Gestaltung zur Durchströmung mit dem Temperiermedium gewissenhaft ausgelegt werden.

Die nachfolgend aufgeführten Grafiken geben einen ersten Einblick über die möglichen Gestaltungen. Gern stehen wir Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Systems -oder einer beliebigen anderen Lösung- beratend zur Seite:

einwandige Trommel mit Tauchrohr
Das Temperiermedium strömt auf einfachste Weise in den Walzenkörper.

einwandige Trommel mit Spritzdegen
Das Temperiermedium wird an eine bestimmte Stelle innerhalb der Walze geführt, bevor es austritt.

Walze mit Verdrängerkörper
Das Temperiermedium wird mittels Verdrängerkörper durch einen Ringspalt geleitet und somit ansatzweise „geführt“.

Walze mit Mitteneinspeisung
Das Temperiermedium wird zunächst zur Walzenmitte geführt und danach zu beiden Seiten mittels Spiralen abgeleitet.

Walze mit peripheren Bohrungen
Ein Vollmaterial-Körper wird mit einer Vielzahl axialer Bohrungen ausgeführt, durch die das Temperiermedium geleitet wird.

Walze mit Einwege-Gegenlaufprinzip
Das Temperiermedium wird in jedem zweiten Spiralgang „hin“ geleitet, bevor es in den dazwischen liegenden Gängen „zurück“ geführt wird.

Walze mit Mehrwege-Gegenlaufprinzip
Das Temperiermedium wird durch eine innere Rohrkonstruktion parallel an mehreren Stellen in der Walze angeströmt und zurückgeführt.

Walze mit mehrgängigen degressiven Spiralen
Das Temperiermedium wird zur Minimierung der Oberflächentemperaturdifferenz durch mehrgängige, degressiv gewickelte Leitspiralen geführt und somit kontinuierlich beschleunigt.